Kaerwamarkt_2015__22Viel los war in diesem Jahr am verkaufsoffenen Kirchweihsonntag in Helmbrechts. Und das, obwohl das Markttreiben heuer zum spätesten Zeitpunkt war und auch andere Städte zu Aktionen einluden. 

Aber „Helmbrechts aktiv“ hatte offensichtlich die richtige Mischung gefunden, die Besucher zu einer Visite in der Innenstadt animierte. Der Schwerpunkt lag diesmal auf dem Hobby- und Künstlermarkt und Angebote für Kinder. Obwohl krankheitsbedingt einige Fieranten nicht kommen konnten und auch einige geplante Vorführungen ausfielen, zog Marco Klein, der erste Vorsitzende vom die Veranstaltung organisierenden Gewerbeverein „Helmbrechts aktiv“, ein zufriedenstallendes Fazit. „Die Leute nehmen das  Angebot hierher zu kommen, an, das Kaufverhalten können wir natürlich nicht beeinflussen.“ Aber in den Geschäften war viel los und in den Bäckereien, in und vor denen Cafés eingerichtet waren, erfreuten sich vor allem die „klaan Koung“, deren frische Zubereitung die Kunden beobachten konnten, guter Nachfrage.

 

Auf den am und um de Brauersparkplatz aufgebauten Parcours für Kinder und Jugendliche hatten Mitglieder des Jugendstadtrates, die die einzelnen Stationen betreuten, viel zu tun. Vor allem die Hüpfburg war gut besucht und zu den spannenden Kettcarrennen gingen Wettkämpfer fast im Minutentakt an den Start. Im Zelt, in dem die Band „Mywood“ aufspielte, gab es dagegen einige leere Plätze. Aber umso mehr Leute bevölkerten die Innenstadt, sahen sich die Oldtimermotorräder und die historischen Traktoren an, ließen sich Spezialitäten an den Imbissständen schmecken oder informierten sich an den Ständen von Wasserwacht und Jugendrotkreuz Ort. Die Kleinen hatten viel Spaß bei kreativen Tätigkeiten am Stand der Frühförderung und Frühberatung der Lebenshilfe.     

In der Stofffabrik, in der Gäste auch verschiedene Espressos probieren durften, begeisterte „Trinas Band“ mit Oldies. Und im Backstubencafé Purucker spielte der Schneiders Heiner auf dem Akkordeon  gekonnt volkstümliche Weisen.

Zahlreiche Leute strömten außerdem ins Oberfränkische Textilmuseum. Hier erfuhren sie von Mitgliedern des Imkervereins, viel über Bienen, die für eine intakte Natur unverzichtbar sind. Im Multimediaraum nahmen sich Mädchen und Jungen vom Kindergarten an der Heimeranstraße mit Liedern und vorgeführten Tänzen dieses Themas an. Viel Andrang mussten danach die Schminkfeen der Faschingsgesellschaft bewältigen, die die Gesichter junger Menschen mit Motiven von Tieren wie Katzen schmückten.

Im Helmbrechtser Kreisel fand ein Steinmetzworkshop statt, Heike Vogel hielt einen Schnupperkurs „Schwarzlichttheater“ ab und es bestand die Möglichkeit Bilder zu malen, mit denen die jungen Leute darstellen sollten, welche Attraktion zur Kirchweih sie als besonders gelungen empfinden.

Die Besucher der Kirchweih kamen aus nah und fern, vor allem viele ehemalige Helmbrechtser nahmen die Gelegenheit wahr und besuchten wieder einmal ihre Heimatstadt. Sogar Gäste aus der österreichischen Partnergemeinde Gilgenberg schauten sich das Treiben an. Sie hatten im Rahmen eines Ausflugs Station in Helmbrechts gemacht und wollten auf dem Rückweg noch einen Halt in Nürnberg einlegen. „Aber als sie sahen, dass hier Stände aufgebaut werden und was alles los ist, beschlossen sie spontan noch ein paar Stunden in Helmbrechts zu verbringen“, wusste Bürgermeister Stefan Pöhlmann zu berichten.

Vielleicht haben auch sie das eine oder andere Schnäppchen, das es an diesem Tag in den Läden oder an den Ständen der Handwerker und Hobbykünstler zu ergattern gab, gemacht.

Gestartet hat „Helmbrechts aktiv“ zur Kärwa auch das Sammeln von gut erhaltenen Fahrrädern, die man Flüchtlingen und sozial schwachen Einheimischen zur Verfügung stellen will. Wer ein solch fahrtüchtiges Verkehrsmittel hat, kann es zum genannten Zweck bis Ende November im Wertstoffhof des AZV in Helmbrechts abgeben.

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